Dienstag, 28. Juni 2011

Unterbewusstsein

Ich lag gestern Abend im Bett und hatte ganz instinktiv das Gefühl mir irgendwie klar machen zu müssen, dass ich glücklich zu sein habe. Wo ist mein Recht wach rum zu liegen und tottraurig zu sein, wo ist mein Recht nicht zu lächeln, wo ist mein Recht Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn es Menschen gibt denen es viel schlechter geht als mir, die verhungern, misshandelt werden usw.. &Was ist wenn ich mir das nur einbilde?? Wenn ich eigentlich über glücklich bin und es nur nicht mit kriege. Oder es sogar irgendwie drauf  anlege traurig zu sein. 
Wenn dann kann ich mir das nur im Unterbewusstsein vorstellen... Hier also mal mögliche Gründe warum ich so fühle:

Möglichkeit 1:Es gab mal eine Zeit, da war ich so auf gewisse Personen fixiert, dass ich alles getan hätte um irgendwie ihre Aufmerksamkeit zu bekommen, und solche Menschen gibt es für mich heute noch, aber nur selten und dann versuche ich es zu stoppen. Ich stoppe es bewusst. Aber  wenn mein Unterbewusstsein meinem alten Verhaltensmuster folgt?? Wenn es einfach nicht glücklich wird, wenn diese eine Person einem nicht das geben kann, was man von ihr braucht?

Möglichkeit 2:Es steht die Hochzeit meines Vaters an. Na ja, an der Formulierung kann man eventuell erkennen, dass er nicht meine Mutter heiratet. Diese Tatsache an sich ist ja okay. Aber was nicht okay ist, ist der Fakt das mein Vater nach der ersten Trennung ein totales.. nichts war.. Vielleicht habe ich irgendwelche Angst vor Wiederholung, die stärker ist als der  Stich durch Erinnerungen.

Möglichkeit 3:Meine Familie hat es nicht so mit der Einigkeit. Mal streitet meine Tante mit meiner Oma oder meine Oma mit meiner Stiefmutter, blah blah blah.. Ich hab bemerkt, dass ich am puren Raushalten und Zuschauen kaputt gehe. Also hab ich Partei für meine Großeltern ergriffen. Ich verteidige nichts, ich will das alles eigentlich gar nicht wissen, aber sie sind es, die diese Unterstützung am meisten verdienen und brauchen. Ich hab mich gut damit abgefunden, dass ein Teil nichts mehr mit mir zu tun haben will. Zumindest glaub ich das. Ich hatte das Gefühl, dass es so ist. Aber plötzlich gibt es ein paar Vorfälle und die tun unnatürlich weh.

Ich fühle also andauernd anders als ich eigentlich denke, dass ich fühle. Ich habe einen wundervollen Freund. Er ist echt der Wahnsinn. Er vollbringt Dinge an mir, die ich nicht mehr für Möglich gehalten hab, zum Beispiel die starke Sehnsucht nach einer Person neben mir die nicht mir verwandt ist. Es ist auch nicht so, dass ich nie glücklich bin, im Gegenteil, ich bin oft erstaunlich gut gelaunt. Es ist eher wie ein plötzlicher Anfall& plötzlich funktioniert einfach nichts mehr. Total Ausfall.. Erklärungen währen da, aber es sagt niemand. "Richtige Antwort! Bitte arbeite diese Sache in deinem Leben noch einmal auf. Hättest du es gleich so gemacht, wärst du nicht sitzen geblieben, aber super, lieber spät als nie und jetzt wirst du versetzt."  Alles wird gut, stimmts? (:

"Denn alle Probleme des Lebens sind im wesentlichen Probleme der Harmonie. Sie entstehen aus der Wahrnehmung einer unaufgelösten Disharmonie und dem unbewußten Verlangen nach einer unentdeckten Übereinstimmung oder Einheit." 
Sri Aurobindo, Das Göttliche Leben, Erstes Buch

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