Diesmal habe ich es definitiv geschafft. Alkoholvergiftung mit 1,6 Promille. Klingt für mich gar nicht mal so viel, aber ich bin weder sonderlich groß, noch sonderlich schwer, noch hab ich in letzter Zeit viel gegessen.
Ich weiß absolut nicht welches Pferd mich da geritten hat. Was ich mir dabei gedacht hab. Ich wusste so am Rande, was hätte passieren können& ich glaub nicht das es mir zu dem Zeitpunkt je egaler gewesen wäre.Es ist unglaublich schräg, als ich die zwei Tage im Krankenhaus lag, hatte es mich fast umgebracht, ohne die Personen zu sein die ich brauche.
Zum Absturz: In komischen Büchern zum Beispiel 'Schwarze Zeit' die weitestgehend über Jungs oder Mädchen berichten, die schwere Phasen ihres Lebens durchmachen und irgendwann in einem Selbstmordversuch enden ( Nachdem natürlich immer wieder alles gut wird) habe ich mich immer gefragt, warum die Menschen in den Minuten in dem sie kurz vorm Tot sind nur noch bruchstückhaft wahrnehmen. Nur noch ein Auto, eine Erinnerung, einen Menschen. Aber genauso ist es bei einem Absturz. Du kriegst im Grunde gar nicht mehr mit, wie es bergab geht, kriegst nicht mehr mit, dass du nicht mehr laufen& stehen kannst. Ab einem gewissen Punkt, bist du einfach befreit, von deiner Umwelt, von deinen Gefühlen, deiner Wahrnehmung. ( Und das ist echt mist, weil du keine Kontrolle mehr über deine ganze Existenz hast) Du weißt noch ganz am Rande, dass dich was du da gerade tust, unter Umständen das Leben kosten wird, aber das ist dir dann auch schon fast gleichgültig. Irgendwann erinnerst du dich nur noch, und zwar nicht an schöne Dinge, sondern an die Dinge die dir am meisten Angst gemacht haben, du schreist verkrampfst dich, willst weg. Es ist das Gefühl einer unsagbaren Panik. Na ja, bei mir hatte die Panik zufolge, dass der Gurt mit dem ich an der Liege festgeschnallt wurde meine Rippen gequetscht hat. Unsagbar schmerzhaft.Krankenhaus: Die zwei Tage im Krankenhaus taten mir unendlich gut. Einfach mal abgeschottet zu sein. Man konnte viel schlafen, nachdenken, bescheuerte Sitcoms gucken. Der Gedanke, dass sich viel verändert wenn ich raus komme hat mir nicht mal Angst gemacht, bis ich raus gekommen bin.
Gefühlslage:Wenn gerade ein Engel zu mir käme& mich zwischen Leben und Tod stellen würde, würde ich den Tod wählen, aber nicht weil ich den sehnlichstden Wunsch habe zu sterben, sondern weil mich hier einfach nichts mehr hält, außer vielleicht die Tatsache, dass ich liebe, ehrlich&aufrichtig liebe. Aber ich fühle die Wut der Menschen die ich liebe und ich versuche am ganzen Körper die Reue zu fühlen, ich kann zum Beispiel pausenlos weinen. Aber irgendwie bin ich im Moment ziemlich Leer.
Gefühlslage:Wenn gerade ein Engel zu mir käme& mich zwischen Leben und Tod stellen würde, würde ich den Tod wählen, aber nicht weil ich den sehnlichstden Wunsch habe zu sterben, sondern weil mich hier einfach nichts mehr hält, außer vielleicht die Tatsache, dass ich liebe, ehrlich&aufrichtig liebe. Aber ich fühle die Wut der Menschen die ich liebe und ich versuche am ganzen Körper die Reue zu fühlen, ich kann zum Beispiel pausenlos weinen. Aber irgendwie bin ich im Moment ziemlich Leer.
Alles wird sich ändern und was mir bleibt ist ein sinnloses, nutzloses 'Entschuldigung'& das versprechen, dass ich es aufrecht fühle.
Glaubt mir, das zu tun, zu erleben, ist die Fehlentscheidung eures Lebens. Also nicht das man sich dafür entscheiden würde, aber man muss es ja nicht so weit kommen lassen.
Und danke für die Lieben Wünsche& Anrufe, und besonderen Dank an die Person die mich besucht hat, wir kennen uns kein Stück, aber ich war unglaublich gerührt (:
' Ich habe schon viele Fehler gemacht' sagte sie leise zu dem Unbekannten neben ihr. ' Aber kein Fehler hat mich je so sehr verletzt, wie sie zu bereuen' Er drehte sich um und schaute ihr in die Augen. 'Dann hör auf sie zu bereuen& fang an dein leben zu ändern.' Für ihn schien das selbstverständlich. 'Das werde ich wohl müssen. Ich sollte mit einem lächeln neu beginnen, aber ich habe das verloren womit ich enden möchte.'
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