Samstag, 19. November 2011

Die Schlimmste Nacht.

Die Wände schienen näher zu rücken. Alle vier gleichzeitig. Einbildung pure Einbildung. Beruhig dich doch! Das kennst du. Aber ich musste hier raus. Mein Herz raste und es tat weh. Ich schloss die Augen und tastete mich  zur Tür, dann weiter ins Badezimmer. Über dem Klo übergab ich mich. Die Schmerzen in meiner Brust steigerten sich immer weiter. Ich konnte nicht anders, als zu japsen und husten, meine Augen tränten. Die Situation war surreal. Irgendwann kam nichts mehr. Ich schnappte nur noch nach Luft und ließ mich auf den kalten Fußboden sinken. Hatte ich gerade wirklich versucht meine Gefühle auszukotzen?  Meine Stirn war so überhitzt, dass ich nicht beschreiben konnte wie gut diese Kälte tat. Selbst mit geschlossenen Augen drehte sich die Umgebung. Sie zu öffnen traute ich mich nicht. War das überhaupt real? Was wenn die Wände immer noch näher rückten? Cm um cm und mich langsam einschlossen und  sogar die Tür sich verkleinerte, so dass ich nie mehr raus käme. Hilfe? Ruhig atmen. Ein atmen, aus atmen. Sei jetzt bloß still. Wenn die Brust nicht so weh täte. Ich wollte das nicht mehr fühlen. Das ertrug ich einfach nicht. Irgendwas explodiere in mir. Ich stellte mir ein Messer vor, dass bis zum Anschlag in meiner Brust steckte, Blut strömte bestimmt gerade über den ganzen Boden, während der Raum immer kleiner wurde. Jetzt musste ich es wissen. Langsam öffnete ich die Augen. Ich sah weiß. Weiße Fliesen. Kein Blut und die Wände waren auch da wo ich sie zurück gelassen hatte. Das ergab Sinn, irgendwie..  Nur die Schmerzen waren real. Langsam richtete ich mich auf. Nichts bewegte sich.
(Diese etwas.. heftigere Wahrnehmung könnte am Alkohol gelegen haben.)

2 Kommentare:

  1. Oh du arme, hört sich gruselig an :/
    Falls der Film noch läuft, können wir übrigens nächste Woche ins Kino <3

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  2. Das war es irgendwie auch.. Aber so im nachhinein komm ich mir einfach nur bescheuert vor -.-'

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